Thorsten Sobiech
Chef-Concierge
Hamburg hat einige abenteuerlich anmutende Gerichte im Programm. Neben dem Labskaus, den ich schon hier beschrieb, gehört auch die Aalsupp dazu. Nein, dabei geht es nicht um eine Art „hanseatische Boulliabaisse“. Die Basis für die Spezialität Aalsupp ist vielmehr eine aus dem Schinkenknochen gezogene Fleischbrühe. Hinzu kommen verschiedene Gemüsesorten und - um ihr den typisch süßlichen Geschmack zu verleihen - Backpflaumen.
Warum aber ist diese Suppe, die man übrigens eher als Hauptspeise isst, nun nach einem Fisch benannt?
Die Antwort ist simpel: Ist sie gar nicht. Der Name kommt davon, dass da „allens rinkümmt, was so in de Keuk is“ – also alles reinkommt, was die Küche hergibt. Die erste Erwähnung fand sie übrigens in der Küchenordnung des „Heilig-Geist-Hospitals“ aus dem Jahr 1756, wo sie als „Speise für gemeine Leute“ geführt wurde.
Eine recht treffende Beschreibung des Landesphysikus Rambach aus dem Jahr 1801 lautet:
Um Missverständnissen vorzubeugen sind die Köche mittlerweile dazu übergegangen, der Suppe einige Streifen Räucheraal zuzugeben. Seither ist die Zahl der Reklamationen deutlich zurückgegangen. In unserem Restaurant Paulaner's Miraculum servieren wir Ihnen zwar keine Aalsupp, ich kann Ihnen aber unseren Labskaus empfehlen.
Auf Ihre Erfahrungen bin ich natürlich gespannt. Kommen Sie doch einfach am Concierge-Desk des Hotels Europäischer Hof Hamburg auf mich zu. Oder nutzen Sie die Kommentarfunktion.

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